Ausbildung

Einer qualitativ hochwertigen Ausbildung kommt im Bereich der PSNV eine hohe Bedeutung zu.

Daher haben sich die Hilfsorganisationen (also z.B. das Rote Kreuz) und die Notfallseelsorge im Rahmen einer Konsensus-Konferenz am Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auch mit diesem Thema befasst und zur Gewährleistung von einheitlichen, organisationsübergreifenden Standards eine „Ausbildungsübersicht für die theoretische Ausbildung im Bereich der Psychosozialen Akuthilfen“ erstellt (vgl. BBK 2013, S. 44).

Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich demnach zum einen in eine theoretische Ausbildung mit praktischen Übungen und zum anderen in eine Hospitationsphase. Art und Umfang der Hospitation werden von den jeweiligen Organisationen festgelegt.

Der Mindestumfang der theoretischen Ausbildung beträgt gemäß den Leitlinien 80 Unterrichtseinheiten, wobei eine Unterrichtseinheit 45 Minuten umfasst.

Hospitation

Daran schließt zwingend eine Hospitationsphase an. Die Verantwortung in diesen Einsätzen trägt der Praxisanleiter, also eine fertig ausgebildete, erfahrene Einsatzkraft. Diese Einsätze sind auch durch die Hospitierenden zu protokollieren.

Besonderheiten

Nach den Grundlagen der gemeinsamen Standards gestalten die Hilfsorganisationen und die Kirchen ihre Ausbildungen. Wie die Ausbildung beim BRK geregelt ist, findest du für den Bereich PSNV-B hier und für den Bereich PSNV-E hier.

Fortbildung

Auch der Aspekt der Fortbildung hat in der PSNV zum Zwecke der Qualitätssicherung und zur Psychohygiene der Helferinnen und Helfer eine hohe Bedeutung (vgl. Gelbke u.a. 2013, Teil 1 Nr. 5.)

Fortbildungspflicht

Daher gibt es eine Fortbildungspflicht für aktive Helferinnen und Helfer  im Umfang von mindestens 16 Unterrichtseinheiten innerhalb von 24 Monaten (vgl. ebd., Teil 2 Nr. 6).

Eine regelmäßige Fortbildung trägt einerseits dazu bei, „die eigene Einsatzerfahrung zu reflektieren und neue Standards in die Einsatzpraxis zu integrieren“ und gewährleistet andererseits, dass die „absolvierte Ausbildung […] auch über einen längeren Zeitraum [ihren Nutzen] entfalten“ kann (vgl. Rieske 2013a, S. 431).

Teamtreffen

Wir treffen uns einmal im Monat zu Teamabenden. Dabei besprechen wir die absolvierten Einsätze im Team nach. Dieses Vorgehen dient zum einen unserer eigenen Psychohygiene, hilft uns aber auch dabei, voneinander zu lernen.
Zusätzlich gibt es immer wieder verschiedene Fortbildungsthemen für die Teamabende. So haben wir zum Beispiel die Notaufnahme in Immenstadt besichtigt, die Integrierte Leitstelle Allgäu für Rettungsdienst und Feuerwehr oder die Polizeieinsatzzentrale besucht. Aber auch Themen wie Datenschutz und Schweigepflicht oder ein Vortrag von einem Tatortreiniger standen schon auf der Agenda.

Des Weiteren tauschen wir uns regelmäßig mit den Kollegen der anderen Organisationen, die hier in der Region in der PSNV aktiv sind, aus (z.B. KID Berg, Feuerwehr, Notfallseelsorge). Darüber hinaus gibt es für unsere Helferinnen und Helfer noch die Möglichkeit, extern organisierte Fortbildungen zu besuchen.

Hier findest Du bei Interesse das Literaturverzeichnis.