Anforderungen an die Helferinnen und Helfer

Aufgrund der hohen Verantwortung, die die Helferinnen und Helfer in ihrem Einsatz im Bereich der PSNV tragen, werden an sie hohe persönliche und fachliche Anforderungen gestellt.

Ein Fachgremium aus Vertretern der Hilfsorganisationen und der Notfallseelsorge hat sich hierzu im Rahmen des Konsensus-Prozess 2007-2010 am Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe umfassend Gedanken zu den Anforderungen an die Helferinnen und Helfer der PSNV gemacht (vgl. BBK 2013, S. 59). In dem daraufhin erstellten Dokument „Gemeinsame Qualitätsstandards und Leitlinien zu Maßnahmen der Psychosozialen Notfallversorgung für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen und/oder Vermissende im Bereich der Psychosozialen Akuthilfe“ wurden umfassende Mindestanforderungen formuliert und festgehalten.

Wenn man im Bereich PSNV aktiv ist bzw. werden möchte, muss man gemäß dieser Qualitätsleitlininen unabhängig von der Trägerorganisation demnach u.a. die folgende formellen, persönlichen und sozialen Voraussetzungen erfüllen:


Voraussetzungen

  • Bekenntnis zur demokratischen Grundordnung
  • Verpflichtung zur Einhaltung der Schweigepflicht
  • Verpflichtung zur Bereitschaft der Teilnahme an den Fort- und Weiterbildungen
  • Verpflichtung zur Teilnahme an den angebotenen Supervisionsmaßnahmen
  • Erklärung zur längerfristigen Mitwirkung
  • Teamfähigkeit
  • Soziale Kompetenz
  • Physische und psychische Belastbarkeit
  • Offenheit und Achtung anderer Weltanschauungen oder Glaubenswerte
  • Persönliche Reife
  • Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • Vollendung des 23. Lebensjahres zum Zeitpunkt der aktiven Wahrnehmung des Dienstes (d.h., dass ca. ab einem Alter von 21 Jahren die Ausbildung begonnen werden kann)

Innerhalb des BRK gibt es weitere ergänzende Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Bereich der PSNV.

  • erweitertes Führungszeugnis: Das BRK sieht für eine ehrenamtliche Tätigkeit mit einem potenziellen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen - das ist im Bereich der PSNV der Fall - die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses vor
  • Helferuntersuchung: Für jedes Mitglied ist die so genannte Helferuntersuchung hinsichtlich der gesundheitlichen Eignung für die Wahrnehmung der Aufgaben zu Beginn einer Mitgliedschaft und anschließend alle fünf Jahre Pflicht
  • gültige Fahrerlaubnis und PKW: Für die Tätigkeit bei uns im Kriseninterventionsteam ist es außerdem nötig, im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein und zumindest für den Zeitraum der Bereitschaftszeiten Zugriff auf einen PKW zu haben, da wir üblicherweise im privaten Auto zu den Einsatzorten fahren.

Hier findest Du bei Interesse das Literaturverzeichnis.